
Im Zuge der Insolvenz der Galeria Karstadt Kaufhof Gruppe schloss im Sommer 2023 neben dutzenden anderen Standorten auch der Kaufhof in der Nürnberger Königstraße. Unter dem Titel „Zukunftsmusik“ entwickelte das Projektbüro Kultur der Stadt Nürnberg ein Konzept zur temporären Nutzung des Gebäudes. In Teilschritten sollte das Haus über den Zeitraum mehrerer Monate langsam wieder zugänglich werden.
Mit „Wand“ beginnt ein gesellschaftlich wirksamer, sukzessiver Umbau des Erdgeschosses des leerstehenden Gebäudes. Zunächst in zwei Schritten für eine Ausstellung lokaler Kunstgalerien und eine der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Durch die Herstellung einer Wand wird das Haus temporär für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.
Die Wand als Basis-Operation der Architektur erlaubt es, die zwei Wirklichkeiten des Kaufhofs zusammenzuziehen. Auf der einen Seite das entleerte Gebäude, auf der anderen Seite eine öffentliche Passage und deren Verwendung durch Künstlerinnen und Künstler. Faltungen und Richtungswechsel in ihrem Verlauf geben der raumhohen Wand nicht eine rein trennende, sondern gleichermaßen auch eine versammelnde Funktion. Es entsteht eine Abfolge kommunizierender Räume. Sukzessive soll der Raum des leerstehenden Kaufhofs so einem anderen Gebrauch zugeführt werden.

















